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Das Pfortenbuch – Ein Reiseführer durch die Unterwelt

Das Pfortenbuch ist eines der bekanntesten Unterweltsbücher der Altägypter. Es beschreibt die Nachtfahrt des Sonnengottes Re auf seiner Sonnenbarke, nachdem er im Westen untergegangen ist um schließlich im Osten wieder aufzugehen. Der Glaube war, dass jeder Verstorbene – Ras Vorbild folgend – auf die gleiche Weise zu neuem Leben auferstehen würde.

Aufbau

Das Pfortenbuch ist in 12 Stunden eingeteilt. Am Ende jeder Stunde gibt es eine Pforte – die ein Schlangenwesen als Wächter besitzt, sowie weitere gefährliche Unterweltswesen – die der Sonnengott passieren muss.

Inhalt

Da die Reise durch die Unterwelt gefährlich ist, und Ra zahlreiche Wesen begegnen, die ihn zu vernichten droohen, wird der Sonnengott von schützenden Schlangenwesen, sowie zwei Göttern (Sia, die göttliche Erkenntis, und Heka, der Gott der Magie) begleitet.

Verwendung

Eine Version des Pfortenbuchs gab man Verstorbenen mit, damit sie sich im Jenseits gut zurechtfanden.

Besonderheit

Im Pfortenbuch sind alle vier Völker „der Welt“vertreten : Libyer („Themehu“), Nubier („Nehesu“), Asiaten („Aamu“) und Ägypter („Reth“). Da die Altägypter den Rest der heute bekannten Welt damals nicht kannten, war das für sie die ganze Welt. Es zeigt wieder mal, wie tolerant und weltoffen die Altägypter waren, denn jeder Mensch der Welt hat Zugang zu ihrer Unterwelt.

Quellen

Grab des Haremhab
ab 19. Dynastie in fast allen Königsgräbern
später auch bei einfachen Leuten