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Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte – die Flucht der Isis

Die Metternich-Stele (etwa 3. vorchristliches Jahrhundert) berichtet von der Flucht der mit Horus schwangeren Isis vor Seth nachdem er ihren Gatten Osiris getötet hat. Isis war dem Rat von Thot gefolgt sich mit dem Horus-Kind in ihrem Bauch in den Sümpfen des Nildeltas zu verstecken und hatte sich mit einer Gefolgschaft von sieben Skorpionen (alle namentlich genannt) auf den Weg gemacht. Thot hatte ihr vorgeschlagen, dort den kleinen Horus aufzuziehen bis dieser groß und stark genug sei, die Herrschaft seines verstorbenen Vaters Osiris zu übernehmen.

Unterwegs möchte Isis bei einer reichen Dame Unterschlupft finden, doch diese verschließt die Tür vor der schwangeren Frau und erkennt die Göttin nicht. Darauf hin sind die schützenden Skorpione so wütend und stechen das Kind der reichen Frau, das sofort todkrank wird. Zudem geht ihr Haus sofort in Flammen auf, ein Feuer, das der Himmel geschickt hat, jedoch wird das Feuer schnell von einem Regenguss gelöscht.

Isis findet in der Zwischenzeit Unterkunft bei einem armen Mädchen. Die reiche Frau stürzt verzweifelt ins Dorf und klagt lauthals über die Krankheit des Kindes, was Isis‘ Mitgefühl weckt. Sie heilt das Kind mit ihrer Zauberkraft und gebietet den Skorpionen fortan nicht mehr einzugreifen. Die alte Dame ist so glücklich über die Rettung des Kindes, dass sie in ihrer Freude dem armen Mädchen, bei dem Isis Unterschlupf gefunden hat, ihre gesamte Habe schenkt. Isis gibt sich nun als die Göttin zu erkennen.

Wer hier Parallelen zur Weihnachtsgeschichte von Bethlehem sieht hat natürlich recht. Viele heute bekannte Märchen und Geschichten haben ihren Ursprung in der Levante und Mesopotamien.

Literaturempfehlung: Altägyptische Märchen – Emma Brunner-Traut

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